Wanderung durch die Streuobstwiesen bei Gomaringen am 19.04.26

19.04.2026. Wanderung durch die Streuobstwiesen bei Gomaringen.

Um 13:30 Uhr startete unsere Wanderung bei der Kulturhalle in Gomaringen. Gomaringen liegt wie auch Ofterdingen im schwäbischen Streuobstparadies. Hierbei handelt es sich um eine Kulturlandschaft, die durch die Bewirtschaftung von Menschen entstanden ist. Normalerweise wäre hier sonst Wald. Ab dem 19. Jahrhundert wurden hauptsächlich Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Kirschen gepflanzt, die gut zum Klima der Region passen.

Treffpunkt am Wanderparkplatz.

Taubenkirsche in voller Blüte – im Hintergrund.

Zuerst gingen wir am Ortstrand entlang, dann bogen wir auf einen Feldweg ein und waren mittendrin im Streuobstparadies mit seinen blühenden Obstbäumen. Die Hochzeitswiese war an der Beschilderung an den Bäumen gut zu erkennen. Im März 2014 wurde sie vom Obst- und Gartenbauverein wieder reaktiviert. Seit dieser Zeit können Brautpaare hier einen Obst- oder Nussbaum pflanzen. Nun ging es leicht bergauf, bevor wir auf einem schmalen Wanderweg in den Wald einbogen. Wir folgten ein Stück dem Erdmannsbach und kamen später am Buchbach vorbei. Das Wetter hielt und die Sonne schien durch das frische Grün der Laubbäume. Am Wegrand sahen wir die ersten Maiglöckchen, die Blätter des Waldmeisters, die dicken Blätter des Bärlauchs. Auf guten Forstwegen ging es weiter, bis wir auf die Verbindungsstraße von Gomaringen nach Bronnweiler kamen. Auf der Gegenüberliegenden Straßenseite befand sich früher eine Schleifmühle. Schleifmühlen dienten zum Sägen und Schleifen von Natursteinen, wodurch z. B. Werkstoffe erstellt und Werkzeuge geschliffen wurden. Heute steht hier nur noch ein Wohnhaus. Früher befand sich hier auch die Trasse einer privaten Bahnlinie, die „Someschell“. Vom Samenhandelsdorf Gönningen führte die 16,5 km lange Strecke über Gomaringen nach Reutlingen. Von dort aus ging die Ware weiter in die ganze Welt. Statt der Eisenbahnschienen gibt es jetzt einen Radweg. Nach dieser geschichtlichen Einlage machten wir uns wieder auf den Weg. Am Waldrand blühten die Traubenkirschen, im Volksmund „Maien“ genannt.

An der Grillstelle mit Blick auf Gomaringen.

Und noch einmal bewunderten wir blühende Obstbäume, bevor wir beim Schützenhaus ankamen. Mit Salaten, Fleisch und Würsten vom offenen Feuer wurden wir reichlich bewirtet. Nach erholsamer Rast genossen wir den schönen Blick auf Gomaringen, bevor wir zurück zum Parkplatz gingen.

Es war wieder einmal eine abwechslungsreiche und informative Wanderung in guter Gesellschaft gewesen. 23 Wanderer waren dabei. Vielen Dank an den Wanderführer Günter Müller. CL