Über ogredakteur1ofterdingen

Ich bin in Ofterdingen bis zu meinem 20. Lebensjahr aufgewachsen. Danach bin aus befuflichen Gründen in Calmbach/Schwarzw. und fast 40 Jahre im Schwäbischen Wald beschäftigt gewesen. 2011 bin ich nach Ofterdingen zurückgekommen wo ich seit 1957 Mitglied der Ortsgruppe bin uns seit 2 Jahren aktiv mitarbeite.

Mit einer Schäferin über die Ostalb

Am vergangenen Donnerstag fand der angekündigte Vortrag von Gerhard Freitag im Festsaal der Zehntscheuer statt. Erfreulich viele Zuhörer sind gekommen um sich den Vortrag mit Bildern und Videosequenzen anzusehen.

Gerhard Freitag, gebürtig von der Ostalb bereitete das Thema der Wanderschäferei auf der Alb unterhaltsam und informativ auf. Besonders seine von starkem Lokalkolorit geprägte Sprache unterstrich die Originalität des Vortrags.

Die Vorstellung der Schäferin, die in der 4. Generation das Schäferhadwerk ausübt beeindruckte, durch ihr Können im Handwerk, aber auch durch ihre Vita, die sie vom Abitur, über Auslandaufhalte in Neuseeland und Australien, wieder zurück auf die Ostalb führte um das Schäferhandwerk zu lernen und mit der Meisterprüfung abzuschließen. Besonders wurden die landschaftspflegerischen Aspekte der Schäferei gezeigt, ohne die es keine der albtypischen Wachholderheiden gäbe. Aber auch von der noch so romantischen und wichtigen Aufgabe der Schäferei sind die wirtschaftlichen Zwänge nicht ohne Folge. So kann aus der Wolle, die nicht verkäuflich ist kein Ertrag mehr generiert werden. In früheren Zeiten war die Wolle das Standbein der Schäferei. Aber auch das Fleisch der Schafe, außer der Lämmer, hat fast keinen Markt. Die wirtschaftliche Lage führt deshalb zu immer mehr Betriebsaufgaben in der Schäferei. Wie dieses Dilemma gelöst werden könnte ist bis dato nicht bekannt, und wäre sicherlich eine Aufgabe der sich die Politik stellen müsste. Für Essen und Trinke hat unser bewährtes Team in der Pause des Vortrags besten gesorgt, und viele Begegnungen und Gespräche haben den Abend abgerundet. wg

Wanderung bei Onstmettingen und Besuch des Uhren- und Waagenmuseums

Winterlandschaft auf der Alb.

In ungewohnt herrlicher Winterlandschaft, wanderten 23 Ofterdinger Albvereinler in der Gegend um Onstmettingen.

Auf verschneiten Wegen

Eine Winterlandschaft wie im Bilderbuch mit entsprechend tollem Wetter machte die Wanderung zu einem Vergnügen.

Einer ist immer der Letzte.

Viel zu schnell war Onstmettingen über verschneite Wege erreicht und führte die Gruppe ins örtliche Museum, wo der Museumsführer Fritz Brenner die Gruppe bereits erwartete.

Im Museum, einem ehemaligen Kirchenbau aus dem Jahre 940 n.Chr., gab der Museumsführer einen historischen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte der Waagen und Uhrenindustrie in der dortigen Region. Initiator dieser Entwicklung war der bedeutende württembergische Theologe Phillip-Matthäus Hahn, zusammen mit dem gleichaltrigen Philipp Gottfried Schaudt, dem späteren Schulmeister und Mechanikus bauten und verbesserten beide sowohl Waagen als auch Uhren. Diesen beiden Männern und ihren Arbeiten ist das Museum gewidmet.

Die interessante Führung verging viel zu schnell und die ganze Gruppe war beeindruckt vom Gesehenen und Gehörten. Zum Abschluss des Nachmittags führte die Wanderführerin in die Gaststätte „Stich“, wo Essen und Trinken allen willkommen war. Nachdem alle gestärkt und aufgewärmt waren, war die Rückfahrt ins schneefrei grüne Ofterdingen schnell erledigt.  SL